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Berufsgesetz

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Medizinische Assistenz Berufe (MAB) - Gesetz (MABG)

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Medizinische Assistenz Berufe (MAB) - Ausbildungsverordnung (MAB-AV)

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(Stand 29.03.2018)




MAB-AV

Die langgeforderte Ausbildungsverordnung für die medizinischen Assistenzberufe (MAB-AV) ist nun beschlossen (30.09.2013). Bis zum Abschluss aller Medizinischen Assistenz Berufe (insgesamt derzeit 7 plus der Medizinischen Fachassistenz (MFA)), hat das Gesetz jedoch nachwievor, Entwurfcharakter. Die Ordinationsassistenz, sowie die Operationsassistenz ist abgeschlossen, zwei weitere Berufssparten sind kurz vor Fertigstellung. Weitere folgen.

Der finale Abschluss wird bis Herbst bzw. Ende des Jahres 2014 erwartet.

MAB-AV Hauptdokument

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Begut/BEGUT_COO_2026_100_2_671390/BEGUT_COO_2026_100_2_671390.pdf

MAB-AV Anlagen

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Begut/BEGUT_COO_2026_100_2_671390/COO_2026_100_2_671441.pdf

MAB-AV-Erläuterungen

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Begut/BEGUT_COO_2026_100_2_671390/COO_2026_100_2_671442.pdf



(Stand 26.11.2013)




Das MABG (Medizinische AssistenzBerufe Gesetz) wurde am 06.07.2012 im Nationalrat beschlossen.

Kurzfristig, am 10.07.12 gab es eine Änderung im Plenum des Nationalrates (in Bezug auf die Röntgenassistenz).

Der Bundesratsbeschluss erfolgte am 19.07.2012. 

Das Gesetz ist mit 01.01.2013 wirksam.

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Kommentar:
Die MABG-AV (MABG-Ausbildungsverordnung) ist noch in Ausarbeitung. Das Curriculum (der Lehrplan) soll bis Herbst 2013 fertig erarbeitet sein. Ausbildungen nach dem SHD-Gesetz müssen bis Juni 2014 abgeschlossen werden.

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Medizinische Assistenzberufe

§ 1 (2) Medizinische Assistenzberufe im Sinne dieses Bundesgesetzes sind:
1. Desinfektionsassistenz
2. Gipsassistenz
3. Laborassistenz
4. Obduktionsassistenz
5. Operationsassistenz
6. Ordinationsassistenz
7. Röntgenassistenz
8. Medizinische Fachassistenz.

 

Die ORDINATIONSASSISTENZ

Die Übergangsbestimmung der Sanitätshilfsdienste besagt:

§35 (4) Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes die Berufsberechtigung als
„Ordinationsgehilfe“/„Ordinationsgehilfin“ gemäß § 52 Abs. 1 MTF-SHD-G besitzen, sind zur Ausübung
des medizinischen Assistenzberufs Ordinationsassistenz
 nach den Bestimmungen dieses Bundesgesetzes
berechtigt, sofern und soweit sie über die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, und
dürfen die Berufsbezeichnung „Ordinationsassistent“/„Ordinationsassistentin“ führen.

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Kommentar:
Die derzeitige Ordinationsgehilfin hat jetzt die Berufsbezeichnung Ordinationsassistentin.
Kenntnisse und Fertigkeiten beziehen sich auf neue Regelungen, z.B. die Blutentnahme aus der Vene (s. Tätigkeitsbereich). Schulen kann die Ärztin/der Arzt.
 
 
Medizinische Fachassistenz ist die "3-spartige" Ausbildung (s. §21 (2) 1.) m. zwei Ausnahmen (s. §21 (2) 2.)
Zusätzlich ist eine Fachbereichsarbeit erforderlich. Drei Medizinische Assistenzberufe (1-7) sind frei wählbar.



Aktualisiert (Donnerstag, den 06. April 2017 um 20:39 Uhr)




Strafbestimmungen
§ 41. (1) Sofern die Tat nicht den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der Gerichte fallenden strafbaren Handlung bildet, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist mit einer Geldstrafe bis zu 5 000 Euro zu bestrafen, wer
1. eine Tätigkeit in einem medizinischen Assistenzberuf oder in der Trainingstherapie gemäß §§ 4 bis 11 und 27 ausübtohne hiezu durch dieses Bundesgesetz oder eine andere gesetzliche Vorschrift berechtigt zu sein, oder
2. jemanden, der hiezu durch dieses Bundesgesetz oder eine andere gesetzliche Vorschrift nicht berechtigt ist, zu einer Tätigkeit in einem medizinischen Assistenzberuf oder in der Trainingstherapie heranzieht.
(2) Wer
1. eine Tätigkeit unter einer der in diesem Bundesgesetz festgelegten Berufsbezeichnung (§§ 12 und 28 Abs. 1) ausübt, ohne hiezu berechtigt zu sein,
2. den in § 12 Abs. 11, § 13 Abs. 6, § 18, § 22 Abs. 3, § 23 Abs. 1, § 29 Abs. 1 und § 33 Abs. 1 enthaltenen Anordnungen oder Verboten oder
3. den in den auf Grund dieses Bundesgesetzes erlassenen Verordnungen enthaltenen Anordnungen oder Verboten zuwiderhandelt, begeht, sofern die Tat nicht den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der Gerichte allenden strafbaren Handlung bildet, eine Verwaltungsübertretung und ist mit einer Geldstrafe bis zu 5 000 Euro zu bestrafen.
(3) Auch der Versuch gemäß Abs. 1 und 2 ist strafbar.
Inkrafttreten
§ 42. (1) Dieses Bundesgesetz mit Ausnahme der §§ 27 bis 34 sowie 40 tritt mit 1. Jänner 2013 in Kraft.
(2) Verordnungen auf Grund dieses Bundesgesetzes können bereits ab dem seiner Kundmachung folgenden Tag erlassen werden. Sie treten frühestens mit Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes in Kraft.
Vollziehung
§ 43. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist der/die Bundesminister/in für Gesundheit
betraut.



Aktualisiert (Mittwoch, den 09. Januar 2013 um 00:16 Uhr)




Ausbildung in den medizinischen Assistenzberufen

Ausbildungen
§ 20.(6) Die Ausbildung in der Ordinationsassistenz umfasst mindestens 650 Stunden, wobei mindestens die Hälfte auf die praktische Ausbildung und mindestens ein Drittel auf die theoretische Ausbildung zu entfallen hat.

Ausbildung in der medizinischen Fachassistenz
§ 21. (1) Die Ausbildung in der medizinischen Fachassistenz umfasst
1. die erfolgreiche Absolvierung von Ausbildungen gemäß Abs. 2 sowie
2. die Erstellung einer Fachbereichsarbeit im Gesamtausmaß von mindestens 2500 Stunden.
(2) Ausbildungen, die zur medizinischen Fachassistenz führen, sind:
1. mindestens drei Ausbildungen in medizinischen Assistenzberufen gemäß § 20 oder
2. eine Ausbildung in der Pflegehilfe gemäß GuKG oder als medizinische/r Masseur/in gemäß MMHmG sowie mindestens eine Ausbildung in einem medizinischen Assistenzberuf gemäß § 20.

Schule für medizinische Assistenzberufe

§ 22. (1) Ausbildungen in der medizinischen Fachassistenz sind an Schulen für medizinische Assistenzberufe durchzuführen. Eine Schule für medizinische Assistenzberufe hat mindestens dreAusbildungen in medizinischen Assistenzberufen gemäß § 20 anzubieten.
(2) Sofern von einer Ausbildungseinrichtung auch eine Ausbildung in der Pflegehilfe gemäß GuKG oder eine Ausbildung zum/zur medizinischen Masseur/in gemäß MMHmG angeboten wird, kann diese als Schule für medizinische Assistenzberufe bewilligt werden, wenn sie mindestens zwei Ausbildungen in medizinischen Assistenzberufen anbietet, wovon zumindest eine davon eine Ausbildung in der Labor oder Radiologieassistenz ist.
(3) Eine Schule für medizinische Assistenzberufe darf nur auf Grund einer Bewilligung des/der Landeshauptmanns/Landeshauptfrau geführt werden. Eine Bewilligung ist zu erteilen, wenn nachgewiesen wird, dass
1. die für die Abhaltung des theoretischen und praktischen Unterrichts erforderlichen Räumlichkeiten und Lehrmittel sowie Sozialräume zur Verfügung stehen,
2. die für die theoretische und praktische Ausbildung erforderlichen Lehr- und Fachkräfte, welche hiezu fachlich und pädagogisch geeignet sind und über die notwendige Berufserfahrung verfügen, vorhanden sind und
3. die Durchführung der praktischen Ausbildung unter Anleitung und Aufsicht der entsprechenden Fachkräfte gewährleistet ist.
(4) Der/Der Landeshauptmann/Landeshauptfrau hat regelmäßig das Vorliegen der Voraussetzungen gemäß Abs. 2 zu überprüfen. Liegen diese nicht oder nicht mehr vor, ist die Bewilligung nach erfolglosem Verstreichen einer zur Behebung der Mängel gesetzten angemessenen Frist zurückzunehmen.
(5) Gegen Bescheide des/der Landeshauptmanns/Landeshauptfrau gemäß Abs. 3 und 4 ist eine Berufung nicht zulässig.

Kommentar: Wer fachlich und pädagogisch geeignet ist und über die notwendige Berufserfahrung verfügt kann auch in die Ausbildung als Lehr- oder Fachkraft gehen.

 

Berufliche Erstausbildung

§ 24. (1) Personen, die ihre berufliche Erstausbildung absolvieren, dürfen nur in eine Ausbildung in der medizinischen Fachassistenz aufgenommen werden.
(2) In begründeten Einzelfällen sowie bei Absolvierung einer Ausbildung gemäß § 25 kann eine Person, die noch keine berufliche Erstausbildung absolviert hat, in eine Ausbildung auch nur in einem medizinischen Assistenzberuf aufgenommen werden. In diesem Fall kann die Ausbildung auch in einem Lehrgang gemäß § 23 erfolgen.

 

Lehrgänge

§ 23. (1) Die Ausbildung in einem medizinischen Assistenzberuf kann auch in Lehrgängen erfolgen, die einer Bewilligung des/der Landeshauptmanns/Landeshauptfrau bedürfen.
(2) § 22 Abs. 3 bis 5 ist anzuwenden.

 

Ausbildung in der Ordinationsassistenz im Dienstverhältnis

§ 25. (1) Die Ausbildung in der Ordinationsassistenz kann auch im Rahmen eines Dienstverhältnisses zu einem/einer niedergelassenen Arzt/Ärztin, einer ärztlichen Gruppenpraxis, einem selbständigen Ambulatorium oder einer Sanitätsbehörde erfolgen, sofern dieser/diese/dieses alle in der Ausbildung vorgesehenen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt.
(2) Die theoretische Ausbildung ist an einer Schule für medizinische Assistenzberufe gemäß § 22 oder einem Lehrgang für Ordinationsassistenz gemäß § 23 zu absolvieren. Bei Ausbildungen im Dienstverhältnis besteht die Möglichkeit einer auf die Abhaltung der theoretischen Ausbildung eingeschränkten Bewilligung des/der Landeshauptmanns/Landeshauptfrau.
(3) Im Rahmen der praktischen Ausbildung ist der bestmögliche Theorie-Praxis-Transfer zu gewährleisten.
(4) Tätigkeiten der Ordinationsassistenz dürfen im Rahmen der Ausbildung gemäß Abs. 1 berufsmäßig unter Anleitung und Aufsicht bereits vor Abschluss der Ausbildung ausgeübt werden (Ordinationsassistenz in Ausbildung), sofern die Ordinationsassistenz in Ausbildung über die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten verfügt. Die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung ist innerhalb von drei Jahren ab Aufnahme der Tätigkeit als Ordinationsassistenz in Ausbildung nachzuweisen. Kann nach Ablauf der dreijährigen Frist die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung nicht nachgewiesen werden, erlischt die Berechtigung zur weiteren berufsmäßigen Ausübung der Tätigkeit in der Ordinationsassistenz. Die Unterbrechung der Ausbildung in Folge Mutterschutzgesetz, Karenzzeiten, Kinderbetreuungsgeldgesetz oder Väter-Karenzgesetz, Präsenz- oder Ausbildungsdienstes, Zivildienstes, Familienhospizkarenz oder -freistellung nach den jeweiligen bundes- oder landesgesetzlichen Bestimmungen oder länger als drei Monate dauernden Erkrankung hemmt den Lauf der dreijährigen Frist.



Aktualisiert (Donnerstag, den 06. April 2017 um 20:38 Uhr)




Neue Regelungen für medizinische Assistenzberufe (Auszug)

http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2012/PK0523/

Mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ passierte eine Regierungsvorlage zur Etablierung moderner Berufs- und Ausbildungsregelungen für medizinische Assistenzberufe den Ausschuss.

Im Rahmen der Debatte kritisierte Abgeordneter Andreas Karlsböck (F), dass die Ausbildungsdauer für die Ordinationsassistenz von 1.000 Stunden auf 650 Stunden reduziert wurde.

Die anderen Fraktionen begrüßen den Gesetzentwurf hingegen. So sprach Abgeordneter Erwin Rasinger (V) von einem "sehr wichtigem, sehr engagiertem und sehr gutem Gesetz" und zeigte sich über dessen Zustandekommen nach langwierigen Verhandlungen erfreut. Auch nach Ansicht von Abgeordneter Sabine Oberhauser (S) ist ein guter Kompromiss gelungen, sie hob insbesondere die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Berufsfeldern hervor. Abgeordnete Ursula Haubner (B) sieht eine wichtige Aufwertung der ehemaligen medizinischen Hilfsberufe. Abgeordneter Kurt Grünewald (G) bewertete das Gesetz trotz einzelner Mängel als "riesigen Fortschritt", auch wenn man es, wie er meinte, nicht allen Recht machen könne.

Generell machte Stöger darauf aufmerksam, dass seit rund 20 Jahren über die Aufwertung der medizinischen Hilfsberufe diskutiert wird, er hält es für dringend notwendig, in diesem Bereich "Qualität hineinzubringen". Wie der Minister unterstrich, gibt man damit gerade auch vielen Frauen neue Ausbildungsmöglichkeiten. 

Dass die Ausbildungsstunden für OrdinationsassistentInnen von 1.000 Stunden auf 650 Stunden herabgesetzt wurden, begründete Abgeordneter Rasinger nicht zuletzt damit, dass man auch Wiedereinsteigerinnen berufliche Perspektiven bieten wollte. Seiner Meinung nach bewähren sich ältere Ordinationsgehilfinnen bestens.

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Am 4. Juli 2012 wird das Gesetz dem Nationalrat vorgelegt.

Ihre Meinung ist uns wichtig! - senden Sie uns ein Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Auszüge aus den Rückmeldungen werden anonym auf der Homepage veröffentlicht.



Aktualisiert (Donnerstag, den 01. November 2012 um 21:17 Uhr)